Offener Brief IG-STADTTAUBEN

Die IG – STADTTAUBEN ist eine bundesweite Bündelung von Taubenhausinitiatoren und Vereine , mit dem Ziel des flüssigen Informationsaustausches sowie die Umsetzung überregional anfallender Projekte zum Wohle aller Tauben. Die Teilnehmer kooperieren seit Mai 2013.

Offener Brief der INTERESSENGEMEINSCHAFT STADTTAUBEN
Die Besiedelung der Städte mit Tauben hat seinen Ursprung im zerbombten Nachkriegsdeutschland, als die ersten Tauben, entflogene Haus – und Brieftauben und deren Nachkommen, auf der Suche nach Futter und Nistplätzen begannen, sich in den Städten unkontrolliert zu vermehren. Seitdem versucht der Mensch die Taubenpopulationen zu verringern. Aber anstatt bei Neubauten das genetisch bedingte Verhaltensspektrum der Stadttaube zu berücksichtigen, bei sanierungsbedürftigen Häusern die Nistplatzbereitstellung unter Ordnungswidrigkeit zu stellen sowie das Modell der betreuten Taubenhäuser mit Eiaustausch zu fördern, erfinden geschäftstüchtige „Fachleute“ die seltsamsten Konzepte, um die Anzahl der Stadttauben angeblich zu verringern.


Maßnahmen die darauf beruhen:
– Stadttauben in Käfigen zu fangen
– Stadttauben von ihren Jungen fern zu halten
– Stadttauben (monogam lebend) vom Partner fern zu halten
– Stadttauben umzusiedeln
– Aushungern der Tiere mögen die Taubenpopulation kurzfristig reduzieren, erzeugen aber:
– Tierquälerei durch Beifang und Stress
– verwesende Eier und Küken in verlassenen Nestern
– Taubeneier, die unterwegs verloren werden
– Durchfall durch Stress
– Stressbrüten zum Ausgleich der Population und damit erneute m Anstieg derselben sowie Anstieg der Verelendung , Aushungern, Verelendung, Krankheit, Tod und Verwesung sind keine geeigneten Maßnahmen , um den Taubenbest and In den Städten zu senken , sondern dienen einzig und allein dazu, die Taschen der Anbieter oben genannter Dienste zu füllen.


Für das Fangen von Tauben mit Fallen und Netzen ist eine Ausnahmegenehmigung zum Lebendfang der zuständigen Behörde erforderlich, die zu Entnahmezwecken wie Umsiedlung oder Tötung mangels Wirksamkeit nicht erteilt wird. Bisher ist uns nur ein Inhaber einer solchen Ausnahmegenehmigung für verwilderte Haustauben zum Zwecke der tierärztlichen Versorgung bekannt. Schon seit Jahren liegt die „Bilanz mitteleuropäischer Stadtverwaltungen“ vor, aus der hervorgeht, dass weder Fütterungsverbot noch Populationsverluste nachhaltige Wirkung haben . Die einzig nachhaltig wirksame Maßnahme zur `tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation` sind Verminderung der Brutplatzangebote und betreute Taubenschläge mit Eiaustausch sowie ausreichend artgerechtes Futter. Diese Erkenntnisse ändern sich nicht durch neue Geschäftsmodelle, die auf einer weiteren Entnahme methode beruhen.


Oktober 2014
INTERESSENGEMEINSCHAFT STADTTAUBEN